Die Geschichte des SNB


Wie es begann:

Der Volkschor Süplingen veranstaltete im Februar 1969 eine Faschingsfeier. Die jüngsten Chormitglieder waren damals zwischen 16 und 18 Jahre alt. Aus einem bunten Programm, das von den Chormitgliedern gestaltet wurde, wuchs die Idee, diese Veranstaltung jährlich zu wiederholen.
So geschah es, dass sich die jüngsten Chormitglieder im Februar 1970 zur Karnevalszeit zurückmeldeten und ihr erstes eigenes Programm veranstalteten.
Ein neuer Verein war geboren: Der Süplinger Narrenbund!
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten weiterhin: Jürgen Kampe, der zudem für die Technik zuständig war und als Büttenredner auftrat, Marion Witschel, Anette Sann, Melitta Wolf, Christine Knabe, Uschi Flechner, Siegrid Görke und Lutz Hemprich.

 

RS_Ute_1970_001Unter der Leitung von Ute Eichmann, damals 19 Jahre jung, erlebte Süplingen von Jahr zu Jahr eine größere Karnevalsbegeisterung. Auch die  Arbeit des Vorstandes nahm langsam geschäftsmäßige Formen an. Aus einem Dreierrat wurde ein Fünferrat und nach 3 Jahren schließlich, im Jahre 1973, ein vollständiger Elferrat mit seinem 1. Prinzenpaar. Es bestand aus unserem Kassenwart, Lutz Hemprich und seiner Prinzessin Adelheid Zickerick.

 

RS_HU_1979An der Tontechnik konnte Sigfried Frank seinem Hobby nachgehen, um mit seinem Tonbandgerät die gewünschte Musik einzuspielen. Herbert Ulrich und Steffen Eichmann trugen mit vielen Sketschen zur Unterhaltung des närrischen Volkes bei.

 

 

 

RS_WK_1973 Natürlich gab es im Verein auch einen Kanonier! Es war unser Karnevalist Wolfgang Keilwitz, der mit seiner Konfettikanone den Saal zum beben brachte.

 

 

 

RS_Wndesmann_19781970 betrat zum ersten Mal der „Wandersmann des SNB“, Manfred Eichmann, die Bütt. Seine Themen waren geprägt von der allgemeinen politischen Lage in der DDR. Soziakritisch und humoristisch verpackt, war es schon ein Drahtseilakt, der aber das Publikum begeisterte. Vierzig Jahre hat er den SNB mit seinen Büttenreden bereichert.

 

 

 

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erster Elferrat 1973

 

Ute Knels (Eichmann) holte sich nicht nur Anregungen vom Hörsinger Karnevalsverein, der 15 Jahre älter ist als der SNB, sondern auch bei Prunksitzungen des Eilsleber Karnevalsvereins im „Volkspark“ in Haldensleben und im Clubhaus in Erxleben. Die hier erlernten Karnevalsrituale finden bis heute Anwendung im Verein. So formte sich der SNB und Süplingen bekam nun auch seinen eigenen Schlachtruf: „Es grüßt mit Radau, Süplingen helau“! Weiterhin wurde die Rakete geboren: “ A-O-Bravo“!

Auch Fernsehsendungen wie: „Mainz bleibt Mainz, wie’s singt und lacht“,  „Die Weiberfastnacht“ und “ Mer losse d’r Dom en Kölle“, war ein Muss für die Vorsitzende des Süplinger Narrenbundes, auch wenn die Ausstrahlungen von verbotenen Sendern kamen.

Das Programm wurde von Jahr zu Jahr bunter, denn das aktive Interesse am Karneval war groß. Durch die berufliche Tätigkeit Ute Knels im Hort von Süplingen, bestand ein sehr guter Draht zum Nachwuchs. So waren die Gruppen im Abendprogramm abwechslungsreich und unterhaltsam über viele Jahre, denn wer kam, der blieb und viele sind bis heute dabei.

 

1985 erlebte der Süplinger Narrenbund durch die „Türner des SMTV 1810“ eine wahre Begeisterungswelle. Junge Leute im Alter von 18 – 20 Jahren, sorgten mit ihren Sketschen, artistischen Turnübungen und Pyramidenbau (aufgehende Sonne), für Staunen und Begeisterung. Sie präsentierten stolz ihr eigenes Wappen.

 

 

Im zweiten Auftritt hieß es dann immer: Bühne frei für die Hitparade, mit dem Moderator, Hartwig Dorendorf! Zu den „jungen Wilden“ des Jahres 1985 gehörten: Dirk Hebecker, Lutz Constabel, Hartwig Dorendorf, Henrik Täger, Henning Stuy, Torsten Bierwisch, Bernd Fitkau, Mario Braumann, Andreas Schütte, Maik Borde und Thomas Fricke.

 

Mit zunehmenden Alter wurde die Turner mutiger und hemmungsloser. Sie hatten damals schon fantastische Ideen und sind bis heute eine großartige Bereicherung des Süplinger Narrenbundes. Ute Knels dazu: „Sie waren und sind einmalig, aber Nerven habe ich bei ihren Auftritten gelassen“!

Das Programm zeichnete sich aber auch durch Akteure aus, die weder Scheu vor einer großen Bühne, noch vor einem tollen Publikum hatten. So gab es im Laufe der Jahre einige fantastische Büttenredner, die den Süplinger Karneval ausmachten. Neben dem „Wandersmann“ präsentierte Helmut Sann, ein Könner der Satire, seine Vielfalt und sorgte für Lachsachen auf dem Saal.
1978 vertrat Hanna Sand als Ursüplingerin mit Witz und Humor den närrischen Gedanken in der Bütt.
Ein weiterer Redner beim SNB war Jürgen Kampe. Er  sorgte mit seinen Beiträgen, genau wie Holger Brauns, für ausgelassene Stimmung.
Kinderbüttenredner Maik Rautmann war mit Herz dabei und ließ die Witze prasseln.
Frank Boldin, als Pfarrer nicht zu übertreffen, begeisterte mit seiner besonderen Art der Stimmlagenveränderung den SNB mit einzigartigen Vorträgen.
Friedel und Helga, neben Witz und Humor über die Leute der Gemeinde, waren ihre Kostüme das Beste!
*Frau Nötig“, dahinter verbarg sich unser Karnevalist Jens Täge. Er betrat als Putzfrau mit Reinigungswagen, Schürze und Perücke die Bühne. Sein Vortrag war immer wieder einmalig!

 

Die aufgeheiterte Stimmung unter den Gästen, ausgehend von Sketschen und Büttenreden, erreichte schon vor vielen Jahren durch die „lustigen Sänger“ ihren Höhepunkt. Nach ihren Liedern, gekonnt plaziert, wurde gesungen und geschunkelt.

 

Für die musikalische Begleitung der Prunksitzungen wurden heimische Tanzformationen und Bands gebucht. So waren z.B. die Tornados, das Duo Udo und Klaus, Pegasus, die Corados, die Allertaler Musikanten und die Hörsinger Bläservereinigung für den SNB im Einsatz. 2011 fanden sich schließlich ortsansässige Musiker zusammen und gründeten die hauseigene Karnevalsband, „Die 4 lustigen Fünf“.

 

Das Männerballett des Süplinger Narrenbundes erfreut das närrische Publikum bereits über viele Jahre mit ihren tollen Tänzen und genialen Outfits. Diese Ideen zur Ausführung stammen von unserer Karnevalistin Inge Ulrich. In ihrer „guten Stube“ werden die Kostüme entworfen und geschneidert. Die Einkleidung der Herrschaften ist immer wieder aufs Neue eine großartige Herausforderung.

 

Männerballett 2005

Männerballett 2005

In den vergangenen Jahren waren in unserem Verein viele Mädchen und junge Frauen in verschiedenen Tanzgruppen aktiv und verdrehten so manchem Gast den Kopf. Wir werden in Kürze näher darauf eingehen. Hier vorab die „Golden Girls“ mit Manfred Eichmann 1998

 

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